40 Jahre Volksschule Südstadt - Das Treffen

Auslöser war die erste Begegnung zweier Volksschul-Klassenkameraden nach Jahrzehnten am Montessori-Ball im Frühjahr 2007 in Brunn am Gebirge und die erstaunt-erschreckende Erkenntnis, dass seit der Einschulung genau 40 Jahre vergangen waren! Fast logische Konsequenz war der spontane Entschluss, ein Treffen mit allen ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschülern zu organisieren.
Leicht dahingesagt, aber diesmal wurde der Vorsatz in die Tat umgesetzt. Ein 3-köpfiges Organisationskomitee hat in monatelanger bisweilen detektivischer Kleinarbeit (fast) alle Klassenkameradinnen und -kameraden quer über die Kontinente ausgeforscht - und das Echo war überwältigend positiv!
Es gab unzählige herzliche Telefonate und Emails mit eigentlich fremden Menschen, die aber schon nach wenigen Momenten vertraut waren. Die gemeinsame Kindheit verbindet über alle Grenzen hinweg! Ein Mitschüler, der seit Jahrzehnten in Australien lebt, buchte sofort einen Flug nach Wien. Vorher machte er aber noch eine weitere Mitschülerin ausfindig. Sie war mit ihrer Familie als Kind ebenfalls nach Australien ausgewandert. Beide hatten jahrzehntelang nur wenige Autominuten voneinander entfernt gewohnt und nichts davon gewusst!
Am 5. Oktober war es endlich soweit. Einunddreißig Schüler des Einschulungsjahrgangs 1967, dem zweiten Jahrgang nach Eröffnung der Volksschule Südstadt, fanden sich in der, vor kurzem neu renovierten Schule ein. Manche erkannten einander sofort, bei anderen dauerte das Wiedererkennen etwas, aber schon nach kurzer Zeit schwelgten alle in Erinnerungen.
Zur großen Freude aller war auch unsere überaus geschätzte Lehrerin, Direktorin i.R. Elisabeth Mück gekommen. Sie konnte sich noch an jeden einzelnen erinnern und beschenkte uns mit edelster steirischer Schokolade. Frau Direktor Lebschy, die von Anfang an die Organisatoren tatkräftig unterstützt hatte, begrüßte uns sehr herzlich und führte uns durch die Schule, die wir nach dem Umbau kaum wieder erkannten. Danach gab es ein neues Klassenfoto - nachgestellt nach dem Original aus 1967, das die Einladung zierte.
Die Atmosphäre war einfach unbeschreiblich und die Gespräche zogen sich von 17 Uhr vor der Volksschule, bis nach ein Uhr früh beim Heurigen in Maria Enzersdorf. Natürlich war die Zeit trotzdem zu kurz und für alle stand fest, dass weitere Treffen stattfinden werden. Eine Kontaktliste, wird das in Zukunft auch leicht möglich machen und damit werden die wenigen, die zu ihrem Bedauern nicht teilnehmen konnten, auch noch die Gelegenheit zum Wiedersehen und -erkennen bekommen.